Der „Tagesspiegel“: Erik Marquardts Fahrt mit der Sea-Eye

An die 800.000 Menschen warten auf die Fahrt übers Meer

Am dritten Tag sehen sie Punkte am Horizont. Die Sea-Eye steuert darauf zu, und Erik Marquardt erkennt: Es sind vier manövrierunfähige Schlauchboote, völlig überfüllt, mit insgesamt 500 Menschen. Die Flüchtlinge tragen keine Schwimmwesten, haben weder Essen noch Trinkwasser, manche sind schon bewusstlos. Im Innern der Boote hat sich ein ätzendes Gemisch aus Salzwasser, Kot sowie ausgelaufenem Benzin gesammelt.

Der Berliner Fotograf war mit Mission 6 von Sea-Eye auf Rettungsfahrt. Hier seine Eindrücke.