18. Mai 2017

Infos für Crew-Interessenten

Lesen Sie bitte diese Informationen, bevor Sie sich für eine Anmeldung für eine Rettungsmission auf dem Mittelmeer entscheiden:

  1. Die Teilnehmer/innen tragen alle im Zusammenhang mit dem Einsatz entstehenden Kosten einschließlich der Anreisekosten privat. Die Übernahme von Reisekosten zum Creweinsatz kann in der Regel nicht gewährt werden. Alle arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Der gemeinnützige Verein Sea-Eye e.V. lebt ausschließlich von Spenden.
  2. An- und Abreise werden von Teilnehmern/innen eigenständig organisiert.
  3. Das Basecamp des Vereins kann vor und nach der Mission unentgeltlich zu Übernachtungszwecken genutzt werden. An Bord der Schiffe befindet sich Bettwäsche, die benutzt werden kann. Ein Schlafsack ist also nicht zwingend erforderlich. Handtücher und Pflegeartikel sind eigenständig mitzunehmen. Eine Stirnlampe ist empfehlenswert. Automatikwesten können privat an Bord mitgenommen werden, ebenso Ferngläser (nicht zwingend notwendig).
  4. Die Verpflegung an Bord wird vorn Verein übernommen. Eine Übernahme von Lebensmittelkosten im Basecamp besteht nicht.
  5. Alle Kosten der Seefahrt (Bunkem/Gebühren/Treibstoffe etc.) werden vom Verein übernommen, einschließlich der Lebensmittel an Bord während eines Einsatzes.
  6. Risiken, welche aus den Einsätzen hervorgehen, trägt jede/r Teilnehmer/in selbst.
  7. Eine Unfallversicherung besteht (aktuell 4/2017) für alle Vereinsmitglieder, welche zur Erfüllung des Vereinsziels tätig sind durch die BG (Kommunale Unfallversicherung Bayern [KUVB]).
  8. Jede/r Teilnehmer/in verpflichtet sich, die zur Führung des Schiffs erforderlichen Anweisungen des Schiffsführers unverzüglich zu befolgen und den Schiffsführer in allen Fällen, welche die Sicherheit von Personen oder des Schiffes gefährden können, sofort zu informieren. Jede/r Teilnehmer/in achtet selbst auf seine/ihre eigene Sicherheit und trägt bei Erfordernis sowie auf Anweisung des Schiffsführers Rettungsweste und Lifebelt.
  9. Jede/r Teilnehmer/in weiß, dass das Bordleben auf engem Raum auch mit psychischen Belastungen verbunden sein kann und bemüht sich im Rahmen seiner Möglichkeiten um einen harmonischen Verlauf des Einsatzes. Aus diesem Grund muss der/die Teilnehmer/in in jeder Hinsicht sowohl körperlich wie auch psychisch in der Lage sein, sich an Bord des Schiffes gefahrlos aufzuhalten. Körperliche Fitness ist Voraussetzung!
  10. Für jede/n Teilnehmer/in ist die Kenntnis des aktuellen Manuals (Part I) für die Teilnahme auf der jeweiligen Mission obligatorisch. Für alle Nautiker (Skipper/in, Stellvertr. Skipper/in und Wachführer/in) sind Part II und III ebenfalls verbindlich. Verpflichtend ist auch die ordnungsgemäße Führung des Übergabeprotokolls für den Schiffsführer/in.
  11. Der Skipper spricht gut verständliches Englisch.
  12. Die Teilnehmer/innen unterschreiben vor Ausfahrt einen Crewvertrag.
  13. Informationen und Empfehlungen für Impfschutz findet Ihr in diesem Dokument.

Grundsätze von Sea-Eye

Was wir tun

  • Sea-Eye sucht nach Schiffbrüchigen und Ertrinkenden vor der libyschen Küste
  • Sea-Eye leistet Erste Hilfe. Wir versorgen die Flüchtenden mit Schwimmwesten und Wasser.
  • Sea-Eye versorgt Verletzte an Bord in unserer Krankenstation.
  • Sea-Eye ruft nach Hilfe. Die Seenotleitzentrale der italienischen Küstenwache in Rom (MRCC) schickt Schiffe, welche die Flüchtenden übernehmen.
  • Sea-Eye handelt ausschließlich aufgrund internationaler Gesetze und Vereinbarungen und hält sich an die weltweit gültigen Regeln der Seenotrettung.
  • Sea-Eye betreibt sein Lebensrettungsprojekt ausschließlich mit freiwilligen Helfern, die allesamt ohne Bezahlung mithelfen. Sie opfern Freizeit und Urlaub, fliegen auf eigene Kosten zu den Einsätzen nach Malta.
  • Sea-Eye finanziert sich vorwiegend mit Hilfe von Spenden. Der Verein ist gemeinnützig und rechenschaftspflichtig.

Was wir nicht tun

  • Sea-Eye transportiert keine Flüchtenden.
  • Sea-Eye leistet keine Fluchthilfe.
  • Sea-Eye operiert nicht innerhalb der libyschen Hoheitszone, sondern nur in internationalen Gewässern.
  • Sea-Eye arbeitet nicht (weder direkt noch indirekt) mit Schleusern oder ihren Organisationen zusammen. Wir helfen Schiffbrüchigen, die uns vom MRCC Rom gemeldet wurden oder die wir durch eigene Sichtungen entdecken.