AIS verbessert: So funktioniert der Tracker für Sea-Eye und Seefuchs

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Funktionsweise des AiS am Beispiel von Ölplattformen

Von Frank Scholz

Seit sechs Wochen wird auf den Einsatzschiffen von Sea-Eye und der Seefuchs ein neues Gerät zur Verbesserung der “Sichtbarkeit” im Internet erprobt.

In der Vergangenheit gab es oft Zeiträume von mehreren Stunden bis Tagen, in denen die Position der Einsatzschiffe im Internet nicht aktualisiert wurde. Die Gründe dafür waren technisch und physikalisch bedingt.

Die Darstellung der Postionen der Schiffe beruht auf dem Automatic identification System, kurz AIS genannt. Ein System für das eine weltweite Ausrüstungspflicht für kommerzielle Schiffe besteht. Viele Yachtbesitzer haben die Geräte freiwillig angeschafft.

Ähnlich wie bei den Transpondern der Flugzeuge werden ständig Position, Kurs, Geschwindigkeit und Daten über das Schiff über UKW-Funkwellen ausgesendet.

Die entsprechenden Empfänger auf den Schiffen speisen diese Daten in die Navigationscomputer, die daraus ein aktuelles Lagebild der Schiffsbewegungen berechnen und übersichtlich auf den Bildschirmen der Brücke darstellen.

Zusätzlich berechnen diese Computer aus diesen Daten die Gefahr von Kollisionen und alarmieren die Brückenbesatzung frühzeitig.

Hafenbehörden und Verkehrsleitzentralen an Land nutzen das System ebenfalls, um den Schiffsverkehr durch enge Fahrwasser zu leiten.

Seit einigen Jahren sind die Schifffsbewegungen im Internet frei zugänglich. Das wird durch Landstationen möglich, die die Signale ebenfalls empfangen und an die Server von Unternehmen wie Marintetraffic, Vesselfinder etc. übertragen. Auf deren Webseiten kann Jedermann gezielt nach Schiffen suchen und deren Postionen verfolgen.

Diese Landstationen, AIS-Dispatcher Station genannt, werden zumeist von Behörden als auch auch Funkamateuren betrieben. Sie überspannen die Küsten der Erde als dichtes Netz, was nötig ist, da die zuverlässige Reichweite dieser Funkwellen nur 20 – 60 Kilometer beträgt; unter zeitweise auftretenden günstigen Wetterbedingungen auch bis zu 300 Kilometer.

Für die Sichtbarkeit der Einsatzschiffe vor der libyschen Küste war das ein Problem, da es hier keine weiterleitenden Landstationen gibt. Die nächsten Stationen liegen auf Sizilien, in Sousse bzw. Tunis. Zu weit weg für einen zuverlässigen und lückenlosen Empfang und Weitergabe ins Internet.

Dieses Problem wurde nun gelöst, in dem die Einsatzschiffe selbst ihre AIS-Daten via Satellit ins Internet übertragen. Sie stellen sozusagen schwimmende “Landstationen” dar.

Dafür mussten unsere ehrenamtlich tätigen Ingenieure zunächst ein  Filterverfahren zur Verringerung des Datenvolumens entwickeln, da die ungefilterte Übertragung zu Satelliten-Übertragungs-Gebühren von mehreren tausend Euro pro  Monat geführt hätte. Jedes Megabyte kostet hier zwischen 10 und 20 €.

Es werden nur AIS-Signale von Schiffen im Umkreis von vier Seemeilen um das Einsatzschiff berücksichtigt und die Häufigkeit der Aussendungen je Schiff auf maximal eine Aussendung pro fünf Minuten begrenzt. Beides zusammen verringert das Datenvolumen in den wenig befahrenen Gewässern vor der libyschen Küste um ca. 99 Prozent.

Nach dem erfolgreichen Test der ersten Anlage auf der Seefuchs wurde auch das Schwesterschiff Sea-Eye damit ausgestattet. Dort zu Anfang auftretende Probleme mit der Kopplung an das Satelliten-Funk-System konnten von kompetenten Crew-Mitgliedern selbst gelöst werden, so dass nun auch dieses Schiff seine Position zuverlässig der Öffentlichkeit zugänglich machen kann.

Wir erhoffen uns davon mehr Sicherheit bei möglichen Streitigkeiten mit der sogenannten Libyschen Küstenwache und weniger Verschwörungstheorien italienischer Behörden um scheinbar abgeschaltete Transponder, auf die sogar unser Innenminister reingefallen war.

Seefuchs und Sea-Eye übermitteln aus Kostengründen die AIS-Daten nur an den Dienst Marinetraffic, auf den wir auch auf unserer eigenen Homepage verlinken