Petra Oeckler (Mission 3): So erlebte ich das Drama im Mittelmeer

Ringen mit dem nassen Tod

Ostersonntag auf dem Mittelmeer, 18 Seemeilen vor der Küste Libyens. Das Rettungsschiff „Sea-Eye“ läuft nach einem Schmorbrand auf Notstrom, hat Kurs in Richtung Heimathafen Valetta gesetzt. Da ereilt die Crew ein Funkspruch: „Mayday. Sinkendes Schlauchboot. Eine Stunde voraus.“ Die Zeit drängt, es sind hunderte Leben in Gefahr: Das Team der „Sea-Eye“ dreht bei, setzt Kurs, eilt zur Hilfe – ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Es sind Erlebnisse, die das ehrenamtliche Crew-Mitglied Petra Oeckler nie wieder vergessen wird. Schreckliche Bilder, die sich eingebrannt haben. Panische Hilferufe, die in ihrem Gedächtnis widerhallen. Beim Erzählen rattert das „Kopf-Kino“, die Erlebnisse sind plötzlich wieder präsent. Immer wieder stockt sie. Es geht ihr sehr nahe.