Regensburger Sea-Eye-Helfer

Dramatischer Einsatz für die Crew der Regensburger Flüchtlingshilfsaktion „Sea Eye“ auf dem gleichnamigen Rettungskreuzer im Mittelmeer: Die Helfer haben heute in den Morgenstunden mehr als 600 Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

Die Sea-Eye-Mannschaft hatte heute Morgen vor der libyschen Küste insgesamt zehn Schlauchboote mit mehr als 1.500 Insassen entdeckt, wie die Organisation mitteilt. Gemeinsam mit Booten der italienischen Küstenwache sei es dann gelungen, alle Menschen in Sicherheit zu bringen.

Sea Eye ist ein Zusammenschluss segelbegeisterter Ehrenamtlicher aus der Region Regensburg. Sie haben auf eigene Rechnung einen Fischkutter gekauft und zum Rettungsboot umgebaut. Seit Mitte April kreuzt das Schiff im Mittelmeer und versucht, in Seenot geratenen Flüchtlingsbooten zu helfen.

„Sea Eye“ soll bis Oktober im Mittelmeer kreuzen

Bis Oktober, so die momentane Planung, soll der Einsatz dauern. „Wir bleiben, solange es erforderlich ist und solange unsere finanziellen Mittel reichen“, sagt der Initiator und Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer. An Freiwilligen, die Einsätze auf dem Kutter übernehmen, mangelt es nicht. Auch genügend technische Ausrüstung ist vorhanden. Woran es mangelt, ist Geld. „Schifffahrt ist teuer“, sagt Buschheuer. Deshalb ist die Initiative auf der Suche nach Spendern, die ihre Arbeit unterstützen.

Quelle: Bayern 1 – Regionalnachrichten für Niederbayern und die Oberpfalz
27.05.2016

Regensburger Sea-Eye-Helfer