Sea-Eye kauft zweites schnelles Boot

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Schnellboot Parker 1600 Interceptor. Ein Schiff dieses Typs will Sea-Eye gebraucht erwerben

Die private gemeinnützige Seenotrettungsorgansation Sea-Eye wird ein zweites Schiff erwerben, um seine Aktivitäten vor der Küste Libyens zu verstärken und schnellere Hilfe zu gewährleisten.

Sea-Eye-Initiator Michael Buschheuer begründet diesen Schritt wie folgt: „Wir müssen schneller werden, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Unser Fischkutter Sea-Eye erweist uns gute Dienste, aber es ist auch recht langsam unterwegs.“
„Speedy“, ein schnelles Boot der Klasse Parker 1600 Interceptor, kann mit vier Crewmitgliedern gefahren werden, genügend Rettungsmittel für den Einsatz aufnehmen und ist bis zu viermal schneller am Einsatzort als uns das bisher möglich war – ein Zeitgewinn, der Leben retten kann.
Für das Schnellboot, das gebraucht erworben wird, muss die Organisation rund 100.000 Euro aufbringen – Geld, das ausschließlich aus privaten Mitteln stammt. Buschheuer ist jedoch zuversichtlich, dass Sea-Eye auch diese Anstrengung schaffen wird: „Wir warten nicht, bis genügend Geld in der Spendenkasse ist, sondern wir legen sofort los!“
Sea-Eye ist erst seit rund drei Monaten im Einsatz vor der Küste Afrikas. Seither haben die Crews mit ihrem umgebauten Fischkutter 2652 Menschen vor dem Ertrinken gerettet (Stand: 3. Juli 2016).