So rettete die Seefuchs 145 Menschen

Seefuchs-Logbuch vom 10.06.2017

Rettungseinsatz 1

Ab 05.40 Uhr Suche mit Phoenix und anderen NGOs.
06.15 Uhr eigene Sichtung Holzboot mit Flüchtlingen. Kurz darauf Anruf von MRCC Rom über gleiches Ziel. Absprache mit Phoenix, die kurz nach uns eintrifft. Holzboot mit ca. 40 Personen.

Wir haben Engine Fisher vertrieben (Motorklau verzörgert bis nach Abbergung), Phoenix verteilte Rettungswesten. Phoenix und Seefuchs transportieren Leute auf Phoenix. Um 8.22 Uhr war der Einsatz beendet.

Rettungseinsatz 2

09.49 Uhr: Sea Watch 2 sieht mehrere möglich Objekte. Teilen Suchgebiet mit Sea-Eye und Sea-Watch auf. Moonbird (Suchflugzeug von Sea-Watch) meldet mögliche Position, welche die Sea-Eye anpeilt.

Wir übernehmen vom Sea Watch 2-Rettungsboot ein Schlauchboot außerhalb der 12-Meilen-Zone, da diese mehrere weiterunde Sichtungen haben. Ca. 140 Leute, davon 17 Frauen und vier Schwangere. Teilweise schon Rettungswesten von Sea-Watch ausgeteilt, wir versorgen restliche Leute und teilen Wasser aus. Meldung beim MRCC Rom. Zusage bekommen, dass die frei gewordene Golfo Azzurro zu uns kommt, Dauer nicht bekannt.

Aufgrund starken Nordost-Windes werden Charlotti 3 (Schlauchboot der Seefuchs) und Flüchtlingsboot mit ca. 1.5 Knoten in Richtung der 12-Meilen-Zone getrieben. Daher wurde das Boot mit den Migranten langsam aber stetig gezogen, um es von der Zone fernzuhalten. Das Wegziehen musste wegen Abbergung von sechs Personen (zwei Schwangere, vier kollabierende Männer) unterbrochen werden. Weitere medizinische Versorung der abgeborgenen Personen an Bord.

Italienisches Schiff der Küstenwache erreicht die Umgebung der Seefuchs. Das Abbergen der Frauen zum italienischen Coastguardship beginnt. Alle Menschen werden anschließend in Sicherheit gebracht.