Malta blockiert die Rettung – Buschheuer sind die Hände gebunden

Buschheuer sagt, die Wahrscheinlichkeit, im Meer zu ertrinken, steige für Menschen, die sich in Libyen in ein Boot setzen, kontinuierlich: Einer von 52 starb 2015, einer von 37 im Jahr 2016, einer von 16 im Jahr 2017. Mittlerweile liege die Todesrate wohl noch höher. Aktuell gibt es allerdings keine Retter mehr, die das Sterben bezeugen.[…]

Malta verlangt von Sea-Eye das Ende der Rettung

Seit mehr als drei Monaten blockiert Malta ohne Angabe von konkreten Gründen die Ausfahrt von drei zivilen Rettungsschiffen. Eine E-Mail der maltesischen Hafenbehörde an die Organisation Sea-Eye gibt nun erstmals einen Hinweis darauf, unter welchen Bedingungen die Schiffe wieder ablegen könnten.  

Panama entzieht dem letzten Rettungsschiff die Flagge

Panama will dem Rettungsschiff „Aquarius“ die Flagge entziehen. Die Schifffahrtsbehörde des mittelamerikanischen Landes teilte auf ihrer Website mit, die Aufhebung der Registrierung der „Aquarius 2“ eingeleitet zu haben. Hintergrund sei der Eingang „internationaler Berichte“, wonach das Schiff internationale juristische Verfahren missachte, die an den Mittelmeerküsten aufgenommene Migranten beträfen.  

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zu Gast bei Sea-Eye e.V.

Im Herbst 2015 gründete der Regensburger Michael Buschheuer die gemeinnützige Organisation Sea-Eye. Mit zwei Schiffen rettet er mit Freiwilligen sie damit schiffbrüchige Flüchtlinge vor der libyschen Küste vor dem Ertrinken. Aktuell müssen die Boote still stehen.  

Michael Buschheuer trifft auf Horst Seehofer

Eigentlich mag sich Michael Buschheuer nicht gerne politisch äußern. Dennoch gleicht der Abend mit dem Gründer der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye im Regensburger Presseclub einer Lehrstunde für die europäische Flüchtlingspolitik.  

EKIR: „Bei den festgesetzten Seenotrettern“

Präses Manfred Rekowski, Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), besucht auf Malta von Behörden festgesetzte zivile Seenotrettungsschiffe, trifft Helferinnen und Helfer und gedenkt der verstorbenen Flüchtlinge. Die Reisedaten: 16. bis 18. Juli 2018       Original Publikation

HUFFPOST: „Es gibt ein viel zu lautes Schweigen.“

Du legst dich kurz hin, bist bis auf die Knochen erschöpft. Dann reißt dich eine Sirene aus dem Schlaf. Du schreckst hoch, stopfst dir ein Stück Brot in den Rachen und hechtest an Deck. Und dann siehst du es. Den absurdesten Anblick, den sich ein Mensch vorstellen kann: eine Einweg-Gummiwurst mit 160 Menschen darauf.  […]

NTV: „Der Vorwurf, wir seien Schlepper, ist absurd“

Derzeit fährt kein privates Seenotrettungsschiff durchs Mittelmeer. Die einen werden von Italien genötigt, weite Wege auf sich zu nehmen, um Gerettete an Land zu bringen. Die anderen werden mit einem bizarren Flaggenstreit im Hafen gehalten.     Private Seenotretter tragen allein durch ihre Anwesenheit dazu bei, dass Menschen sich in lebensgefährlichen Booten auf hohe See[…]

Feinschwarz: „Seenotrettung: Unmoralisch? „

Ist die Seenotrettung der NGOs im Mittelmeer unmoralisch? Eine Erwägung von Bernhard Laux.     Angesichts sich verschärfender Kritik an der Seenotrettung durch NGOs im Mittelmeer, insbesondere vor der libyschen Küste, und deren zunehmender Behinderung stellt sich die Frage der moralischen Wertung dieser Praxis – unter den gegenwärtigen Bedingungen und unter Absehung von allen notwendigen weiteren[…]

Frankfurter Rundschau: „Verfolgte Retter“

Die Organisation Sea-Eye hat entschieden, dass ihr Schiff Seefuchs, das ebenfalls auf Malta liegt, nicht wie geplant in wenigen Tagen zur nächsten Mission auslaufen wird. „Die Umstände zwingen uns leider zu diesem Schritt“, sagte Vorstandsmitglied Gorden Isler der FR.  

Strafverfahren gegen Lifeline-Kapitän?

Claus-Peter Reisch steht als Kapitän der „Lifeline“ im Fokus der Medien. Sein ehrenamtliches Engagement könnte für ihn strafrechtliche Folgen haben.  

KURIER.at: Private Seenotrettung vor dem Aus?

Zwei weitere NGO-Schiffe befinden sich im Hafen von Valletta auf Malta. Eines davon ist das unter niederländischer Flagge fahrende Rettungsschiff Seefuchs der deutschen NGO Sea-Eye. Vergangene Woche entzogen die niederländischen Behörden auch diesem Schiff den Schutzstatus. Das Schiff kehrte daraufhin nach Malta zurück. Wann es wieder auslaufen kann, ist unklar.  

Helferin Aline über die Angst an Bord

Im Interview mit dem SPIEGEL berichtet Crew-Mitglied Aline Watermann, zuständig für die Kommunikation mit den Flüchtlingen, von der Rettung, dem Austausch mit den italienischen Behörden und der angespannten Stimmung an Bord: „Viele fürchten, dass sie nach Libyen zurückgebracht werden.“  

AFP: Europas schweigt und schaut zu

Die Besatzung gehe Unterlagen durch, um Vorwürfe bezüglich des Status des Schiffes auszuräumen, sagte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer der AFP. Die Niederlande, unter deren Flagge die Seefuchs ebenso wie die «Lifeline» fahren, hatten zuvor erklärt, die beiden Hilfsschiffe seien nicht in den niederländischen Registern verzeichnet.  

„Berliner Zeitung“: Zynische „Achse der Willigen“

Sogenannte Refoulements sind völkerrechtlich verboten, d.h. Schutzsuchende dürfen unter keinen Umständen in Staaten zurückgebracht werden, wo ihnen Folter oder Menschenrechtsverletzungen drohen. Nichts anderes geschieht aber spätestens seit dem Sommer 2017 wiederholt, nachdem Europa libysche Häfen zu sicheren Orten erklärt hat.  

Der „Standard“: Nervenkrieg um Flüchtlingsboot

Italien wirft der Lifeline sowie dem Schiff Seefuchs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye vor, ohne rechtliche Grundlage unter niederländischer Flagge zu fahren. Die Organisationen weisen dies zurück.  

„Stern“: Italien droht weiter

Bereits am Donnerstag hatte der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli angekündigt, die „Lifeline“ und das Schiff Seefuchs der privaten deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye beschlagnahmen zu lassen.