Kirchliche Zuwendung an Sea-Eye sichert nächste Einsätze ab

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Kardinal Marx antwortet auf den Hilferuf der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye mit einer Spende von 50.000 €

 

Durch die Spende der Erzdiözese kann der nächste Einsatz der “Professor” nun doch durchgeführt werden. Damit stellt sich Kardinal Marx ein weiteres Mal eindeutig an die Seite ziviler Seenotretter.
Foto: EOM/Wolf

“Wir unterstützen die Seenotrettung aus humanitären Gründen, weil noch immer Menschen auf dem Mittelmeer sterben“, sagte Marx‘ Sprecher Bernhard Kellner zu BILD am 29.01.2019

Nach einer unsäglichen Odyssee liegt das Sea-Eye-Schiff nun im Hafen von Palma de Mallorca. Geplant war eigentlich ein Aufenthalt im Hafen von Valletta. Nach der Rettung von 17 Menschenleben und einer zweiwöchigen Blockade vor Malta, verweigerte die maltesische Regierung dem deutschen Schiff jedoch die Einfahrt in den Hafen. Die erste Mission der “Professor Albrecht Penck” dauerte so zwei Wochen länger, als geplant. Die zweite Mission musste abgesagt werden. Die Kosten waren doppelt so hoch, wie kalkuliert. Der finanzielle Schaden gefährdete die folgende Mission und damit unweigerlich auch Menschenleben. Schließlich ist derzeit kein einziges privates Rettungsschiff vor Libyen.

Die Vereinsleitung kontaktierte daher Unterstützerinnen und Unterstützer des vergangenen Jahres, wandte sich aber erstmalig auch mit einem Hilfegesuch an Kardinal Marx, der bereits im Vorjahr für den Kauf eines zivilen Rettungsschiffes spendete. Die positive Antwort erreichte die Vereinsleitung schnell und die Spende erhielt den Verein bereits am Mittwoch. Nach Zuwendungen der EKD und des Mennonitischen Hilfswerkes gehört damit nun auch die Katholische Kirche zu den Unterstützern von Sea-Eye.

“Wir sind unendlich dankbar! Die großzügige Spende der Erzdiözese München-Freising zeigt uns die klare Haltung und Antwort der Katholischen Kirche zu einer der wichtigsten und gleichermaßen unmenschlichsten Fragen der Gegenwart: Soll man Menschen aus politischen Gründen ertrinken lassen, um andere von der Flucht abzuschrecken?  Mögen viele Menschen diesem inspirierend großzügigen Beispiel folgen.” sagt Gorden Isler, Sprecher von Sea-Eye e.V.

Neben der Spende von Kardinal Marx antworteten weitere Unterstützerinnen und Unterstützer wiederholt positiv auf den Hilferuf von Sea-Eye e.V. Die Missionsvorbereitungen laufen daher bereits auf Hochtouren. Der Verein sucht noch nach Matrosen, einem Maschinisten und einem Bordarzt, um am 11.02.2019 von Mallorca aus in die nächste Mission vor Libyen aufzubrechen.


 


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