“Alan Kurdi” erreicht Palma de Mallorca

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Die Crew der Mission setzt ein Zeichen der Solidarität mit blockierten Schiffen von Hilfsorganisationen. Die “Alan Kurdi” ist derzeit das einzig verbliebene Schiff einer Hilfsorganisation. (Foto: Sophie Seydel/sea-eye.org)

Dreiwöchige Beobachtungsmission in Libyscher SAR Zone endet

 

  • “Alan Kurdi” kehrt nach drei Wochen Mission nach Palma zurück
  • Crew musste zwischenzeitlich vor Tunesien Schutz vor starken Sturm suchen
  • Informationen über Seenotfälle wurden nicht mit der “Alan Kurdi” geteilt

Regensburg, Palma de Mallorca – Die “Alan Kurdi” hat ihre erste Mission unter neuem Namen gut überstanden und ist am Mittwochmorgen nach dreiwöchiger Mission wieder in Palma de Mallorca eingelaufen. Der Hafen von Palma war im Januar der einzige gewesen, der das Sea-Eye-Schiff nach seiner ersten Mission hat einlaufen lassen. Zuvor hatte Malta 17 Geflüchtete von Bord übernommen, der Crew jedoch die Einfahrt in den Hafen von Valletta verweigert. Die Restriktionen gegen Hilfsorganisationen führen so zu langen An- und Abfahrtswegen, während in der SAR Zone vor Libyen keine Rettungsschiffe mehr operieren.

Die aktuelle Mission war geprägt von schwersten winterlichen Stürmen mit zweitweise bis zu sieben Meter hohen Wellen. Um die Sicherheit der Crew zu gewähren, suchte die “Alan Kurdi” nach wenigen Tagen im Einsatzgebiet Schutz vor der tunesischen Küste. Zuletzte konnte das Schiff für zwei weitere Tage in das Such und Rettungsgebiet vor der libyschen Küste zurückkehren. “Es war eine erfolgreiche Mission. Wir waren vor Ort. Wir waren bestmöglich vorbereitet. Wäre es zu einem Einsatz gekommen, wären wir da gewesen und hätten den Leuten helfen können. Glücklicherweise war es nicht notwendig. So waren wir das Auge Europas im Mittelmeer und haben beobachtet.” – Dominik Reisinger, Einsatzleiter auf der “Alan Kurdi”.

Während der Mission war die “Alan Kurdi” selbst an keiner Seenotrettung beteiligt. Auf dem Weg ins Einsatzgebiet, auf Höhe der Insel Lampedusa, konnte die Crew allerdings den Funkverkehr eines Flugzeugs mit der Tunesischen Küstenwache verfolgen. Die Rede war eindeutig von einem Seenotfall. So sei nach einem “Rubberboat in Distress” gesucht worden. Die Crew der “Alan Kurdi” bot Hilfe an, doch erhielt keine weiteren Informationen von der tunesischen Küstenwache. “Wir hoffen, dass sich bei diesen Wetterbedingungen niemand auf einem Schlauchboot auf dem Meer befunden hat. Das wäre in jedem Fall tödlich gewesen. Das internationale Recht schreibt vor, dass alle vorhandenen Kräfte zur Seenotrettung herangezogen werden sollen. Offensichtlich werden Hilfsorganisationen jedoch bewusst vom Informationsfluss abgeschnitten. Den Einfluss den Politik inzwischen auf die Entscheidung über Leben oder Tod hat, ist verstörend. – Carlotta Weibl, Pressesprecherin für Sea-Eye e.V.

Das Sea-Eye-Schiff wird nun die nächsten 10 Tage im Hafen von Palma verbringen. Nachdem alle nötigen Reperaturen und Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird die “Alan Kurdi” in die nächste dreiwöchige Mission aufbrechen. Für diese Mission wird noch dringend medizinisches Personal, sprich Ärzte, Paramedics und Krankenschwestern gesucht. Darüber hinaus wird nach nautischen Offizieren gesucht.


 


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