Medizinischer Notfall auf der Alan Kurdi

Am Dienstag musste eine Junge Frau wegen verschiedener Beschwerden evakuiert werden. (Foto: Fabian Heinz/sea-eye.org)

Maltesische Marine evakuiert junge Frau

Am Dienstagmittag musste eine junge Frau evakuiert werden. Die Frau klagte über Schwindelgefühle. Einsatzleiter Jan Ribbeck beschreibt eine schwere Kreislaufdepression und zunehmende Bewusstseinsstörungen. Eine genaue Diagnose sei an Bord nicht möglich gewesen.

Der Kapitän der „Alan Kurdi“ informierte die maltesischen Behörden über den medizinischen Notfall. Diese haben unverzüglich und professionell reagiert und die Evakuierung der jungen Frau eingeleitet. Inzwischen wurde die Frau abgeholt und befindet sich an Land. Außerdem genehmigte Malta einen Versorgungsgütertransport, der für Mittwoch geplant ist.

„Wir müssen damit rechnen, dass sich solche Situationen häufen, wenn diese Menschen nicht schnell an einen sicheren Ort gebracht werden. Die politische Verantwortlichen mögen ihrer Verantwortung bitte ohne weitere Verzögerungen gerecht werden.“ sagt Jan Ribbeck, Einsatzleiter der „Alan Kurdi“.

Inzwischen sind die Geretteten mehr als 6 Tage an Bord des deutschen Schiffes. Ein Verhandlungsergebnis der EU Kommission ist bisher nicht bekannt. Bei den Seenotrettern aus Regensburg wächst der Unmut über diese Blockade. Rechtsanwälte legen Sea-Eye inzwischen nahe, Klage einzureichen. „Es kann nicht sein, dass uns die Leute hier nach und nach zusammenbrechen und einzeln abgeholt werden müssen.“ sagt Ribbeck weiter.


 


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