Rettung immer gefährlicher: Was tun?

 

Die Vorgänge um Proactiva Open Arms und die anhaltende aggressive Haltung der Libyschen Küstenwache (LCG) haben zu intensiven Diskussionen auch im Vorstand darüber geführt, welche Konsequenzen sich aus dieser veränderten Sicherheitslage für uns ergeben:

– Wir kooperieren eng mit der Seenotleitstelle in Rom, die für das Einsatzgebiet vor der libyschen Küste zuständig ist.

– Bei Sichtung von Schiffen in Seenot sichern wir die Menschen in erster Linie mit Schwimmwesten und anderen Rettungsmitteln wie z.B. Rettungsinseln.

– In Absprache mit dem MRCC Rom kann der Skipper bei medizinischer oder humanitärer Notwendigkeit entscheiden, Menschen an Bord zu nehmen. Da unsere Schiffe zu klein für viele Menschen oder lange Transporte sind, wird dies nur in Ausnahmefällen möglich sein.

– Wenn die Libysche Küstenwache oder Libysche Marine vor Ort ist, wird sie höflich begrüßt. Die Kommunikation und ihr Verhalten wird genau dokumentiert.

– Jede Androhung von Gewalt nehmen wir ernst und unkommentiert zur Kenntnis. Wir ziehen uns dann zurück, um Panik und menschliche Opfer zu vermeiden.

– Menschen an Bord unserer Schiffe werden nicht an die LCG übergeben. Bei Gewaltandrohung muss der Kapitän eine Einzelfallentscheidung treffen.

– Das Wichtigste: Wir retten Menschen aus Seenot!


 


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