Sea-Eye rettet erneut 128 Menschen

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Die Crew des Regensburger Rettungsschiffes Seefuchs konnte am Freitag (25. Mai 2018) erneut 128 Menschen aus Seenot retten, nachdem sie sich bereits am Donnerstag an der Rettung von 157 Menschen beteiligt hatte.

Am Freitagmorgen erhielt Schiffsführer Sampo Widmann die Koordinaten eines Seenotfalls von der italienischen Rettungsleitstelle, dem MRCC Rom. Nur 90 Minuten später konnte die Crew der Seefuchs das gesuchte Boot finden. Es handelte sich um ein völlig überladenes, sogenanntes Rubberboat, dass manövrierunfähig und schutzlos auf hoher See trieb. Der Motor war beschädigt, in das Boot drang bereits Wasser ein. An Bord befanden sich 42 Frauen, neun davon schwanger. Ausserdem befanden sich acht Kleinkinder an Bord. Drei Menschen klagten über schwere Verätzungen, die durch die Vermischung von Salzwasser und Benzin verursacht worden sind.

Beide Rettungsboote der Seefuchs wurden eingesetzt, um das Flüchtlingsboot schnell zu evakuieren, denn aus Rom wurde bereits der nächste Seenotfall an die Brücke der Seefuchs gemeldet.

Im gesamten Einsatzgebiet wurden zahlreiche Seenotfälle gemeldet und gemeinsam von der italienischen Marine, der italienischen Küstenwache und den deutschen Seenotrettern von Sea-Eye und Sea-Watch bearbeitet.

Den 2. Einsatzort erreichte die Seefuchs um 14.30 Uhr. Ein italienisches Kriegsschiff hatte bereits mit der Rettung der Menschen begonnen. So blieb die Seefuchs in der Nähe und folgte zwei Kriegsschiffen ab 17.30 Uhr zu einem Treffpunkt mit dem großen, italienischen Küstenwachschiff CP940, welches die Geretteten beider Kriegsschiffe und der Seefuchs übernahm.

Schiffsführer Sampo Widmann: „Wir sind überglücklich, dass wir in den vergangenen Tagen so vielen Menschen haben helfen können. Meine Crew hat großartig funktioniert und die Zusammenarbeit mit der Marine und der Küstenwache verlief reibungslos. Heute waren viele Menschen in Lebensgefahr und auch in den kommenden Tagen rechnen wir mit weiteren Einsätzen.“

Die Seefuchs wird das Einsatzgebiet erst am Montag verlassen und ihre ehrenamtliche Crew zurück nach Valletta bringen, welche in den vergangenen zwei Tagen dabei half, das Leben von insgesamt 285 Menschen zu bewahren.


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