Sea-Eye-Schiff „Alan Kurdi“ legt in Palma de Mallorca ab

Letztes Schiff einer Hilfsorganisation auf dem Weg in den Einsatz

 

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  • Einzig verbliebenes Schiff einer Hilfsorganisation legte in der Nacht zum Samstag in Palma ab
  • Enge Zusammenarbeit zwischen Sea-Eye und spanischer Hilfsorganisation Proem Aid
  • Mission wäre ohne eine hohe Spende der Katholischen Kirche nicht möglich gewesen

Regensburg, Palma de Mallorca – In der Nacht zum Samstag erhält die Alan Kurdi die Erlaubnis den Hafen von Palma zu verlassen. Das Sea-Eye-Schiff ist das letzte verbliebene Schiff einer Hilfsorganisation, dass nicht von Behörden blockiert oder von Staaten festgehalten wird. Im Dezember war das Schiff unter dem alten Namen „Professor Albrecht Penck“ im Einsatz und rettete 17 Menschen das Leben. Anschließend wurde dem Schiff die Einfahrt in den Hafen von Valletta verwehrt. Das Schiff wurde schließlich nach Mallorca überführt. Dort wurde es von Abdullah Kurdi auf den Namen seines am 2. September 2015 ertrunkenen Sohnes Alan Kurdi umgetauft. Es ist die erste Mission unter dem neuen Namen.

Neu ist auch die enge Kooperation mit einer spanischen Hilfsorganisation an Bord eines Sea-Eye-Schiffes. Die Organisationen stehen seit vielen Wochen in engem Austausch zu verschiedenen Fragen einer engeren Zusammenarbeit. Die Spanier stellen insgesamt 3 Seeleute und eine Krankenschwester für den gemeinsamen Einsatz.

„Ohne unsere Partner von Proem Aid wären wir nicht so schnell einsatzbereit gewesen. Wir hatten verschiedene, technische Probleme, die unsere Partner hier in Spanien schneller lösen konnten, als wir es hätten tun können“ – Dominik Reisinger, Einsatzleiter auf der Alan Kurdi

Die Mission wäre ohne die großzügige Spende von Kardinal Marx von der Diözese München-Freising nicht realisierbar gewesen. Die maltesische Blockade riss bei Sea-Eye ein finanzielles Loch in den Vereinshaushalt. Nach einer dreiwöchigen Pause und verschiedenen Wartungsarbeiten, kann die Alan Kurdi nun in ihren ersten Beobachtungseinsatz in die internationalen Gewässer vor Libyen fahren. Dort wird die Crew für die europäische Öffentlichkeit dokumentieren, was gerade in diesem Seegebiet geschieht.

„Uns betrübt, dass wir diesen Einsatz ohne direkte Unterstützung anderer Schiffe von Hilfsorganisationen oder staatlichen Schiffen durchführen müssen. Wir werden vermutlich auf uns allein gestellt sein und vertrauen auch auf dieser Mission, auf die Unterstützung unseres Flaggenstaates.“ – Gorden Isler, Sprecher für Sea-Eye e.V.


 


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