Sie ermöglichen die Sea-Eye Seenotrettung im Mittelmeer: Unsere Rettungsschiffe. Sie sind unsere Antwort auf die Tatenlosigkeit der EU: Unsere Schiffe bringen Menschlichkeit aufs Mittelmeer. Wir kommen flüchtenden Menschen in Seenot zur Hilfe, retten, versorgen – und geben Sicherheit, häufig das erste Mal seit langer Zeit auf einer gefährlichen Flucht.
Sea-Eye Seenotrettung im Mittelmeer: Unsere Rettungsschiffe
Unsere aktuelles Rettungsschiff
SEA-EYE 5
Die Sea-Eye 5
- seit 2024 bei Sea-Eye
- über 50 Einsätze
- über 3.000 Schiffspat*innen
Die SEA-EYE 5 ist ein schnelles und flexibel einsetzbares Rettungsschiff. Sie gehört zur 23,3-Meter-Klasse, einer Serie von sieben Seenotkreuzern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Als Rettungskreuzer konzipiert, ist sie für den Einsatz im Mittelmeer perfekt geeignet (Baujahr: 1990). Dank ihrer leistungsstarken Motoren und 17 Knoten Höchstgeschwindigkeit erreicht die SEA-EYE 5 schnell Boote, die in Seenot geraten sind.
An Bord befindet sich auch eine Krankenstation, in der Patient*innen behandelt sowie Schwangere und dehydrierte Personen notversorgt werden können. Die Ausstattung und den Betrieb ermöglicht German Doctors e.V..
Unsere ehemaligen Rettungsschiffe
ALAN KURDI
12 Einsätze
Heute für RESQ im Mittelmeer
SEA-EYE 4
20 Missionen
Seit 2025 bei Mediterranea Saving Humans
Mehr über die Schiffe
SEA-EYE
Einsatzzeitraum: 2016–2018
Die SEA-EYE war das erste Rettungsschiff von Sea-Eye e. V. — ein ehemaliger Fischkutter aus dem Jahr 1958. 2015 starben tausende Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer. Europa schaute zu. In Regensburg gründete sich daraufhin Sea-Eye mit einem klaren Ziel: Menschen in Seenot retten.
- Umbau des Schiffs durch freiwillige Helfer*innen in Rostock
- Erste Mission im Frühjahr 2016
- In über 20 Missionen rettete die SEA-EYE mehr als 10.000 Menschen
Die SEA-EYE heute
2018 zog sich die EU vollständig aus der Seenotrettung zurück. Gleichzeitig wurden zivile Rettungsorganisationen zunehmend kriminalisiert. Der SEA-EYE wurde auf politischen Druck die niederländische Flagge entzogen.
Seit 2019 liegt die SEA-EYE in Hamburg und dient heute als Dokumentationsschiff und Mahnmal für Menschlichkeit und Zivilcourage.
SEEFUCHS
Einsatzzeitraum: 2017–2018
Mit der SEEFUCHS baute Sea-Eye e. V. seine Rettungseinsätze im Mittelmeer weiter aus. Das ehemalige Forschungsschiff (Baujahr 1959) war baugleich mit der ersten SEA-EYE und wurde 2017 zum Rettungsschiff umgebaut.
- Erste Mission Mai 2017
- Beteiligung an zahlreichen Rettungsmissionen
- Dokumentation der Menschenrechtslage an Europas Außengrenzen
Ein Symbol ziviler Seenotrettung
Die feuerrote SEEFUCHS wurde schnell zu einem sichtbaren Symbol ziviler Seenotrettung. Doch auch dieses Schiff wurde Ziel politischer Angriffe auf humanitäre Hilfe: Im Sommer 2018 entzog die niederländische Regierung dem Schiff auf Druck des damaligen italienischen Innenministers Matteo Salvini die Flagge.
Ein weiterer Versuch, zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu behindern.
ALAN KURDI
Einsatzzeitraum: 2018–2021
Nach dem politischen Entzug der Flaggen unserer ersten Rettungsschiffe ging Sea-Eye e. V. Ende 2018 einen Schritt weiter: Das ehemalige Forschungsschiff PROFESSOR ALBRECHT PENCK wurde zum neuen Rettungsschiff — der ALAN KURDI. Benannt wurde das Schiff nach Alan Kurdi. Der Tod des dreijährigen Jungen wurde 2015 weltweit zum Symbol der tödlichen europäischen Abschottungspolitik.
- Erstes Auslaufen: Dezember 2018
- 12 Missionen
- über 900 Menschen aus Seenot gerettet
Die ALAN KURDI heute
Doch die politische Blockade ziviler Seenotrettung verschärfte sich weiter. Wiederholte Festsetzungen der Schiffe in italienischen Häfen belasteten Sea-Eye finanziell massiv. 2021 musste die ALAN KURDI deshalb schweren Herzens verkauft werden. Heute fährt das Schiff unter dem Namen „RESQ PEOPLE“ weiter für die italienische Organisation RESQ.
SEA-EYE 4
Einsatzzeitraum: 2021–2025
Über vier Jahre lang war die „Red Lady“ für Menschen in Seenot im Einsatz. Für viele wurde sie zu mehr als einem Rettungsschiff:
- ein sicherer Ort mitten auf dem Mittelmeer
- ein Symbol der Solidarität
- ein Zeichen gegen das Sterbenlassen an Europas Außengrenzen
Gemeinsam mit rund 250 Crewmitgliedern und vielen Unterstützer*innen an Land konnte die SEA-EYE 4 rund 3.700 Menschen auf ihrer Flucht begleiten und aus Seenot retten.
- Erstes Auslaufen: 2021
- 20 Missionen
- über 3.700 Menschen aus Seenot gerettet
Die SEA-EYE 4 heute
2025 endete die Zeit der SEA-EYE 4 bei Sea-Eye. Nun wird das Schiff von unseren italienischen Partner*innen von Mediterranea Saving Humans weiterbetrieben.
Danke, Red Lady. Und danke an alle Menschen, die die unzähligen Rettungen möglich gemacht haben.
Die großen Momente eines großen Rettungsschiffes
Mehr über Sea-Eye
wir retten menschenleben.
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