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Sea-Eye Seenotrettung im Mittelmeer: Unsere Rettungsschiffe

Sie ermöglichen die Sea-Eye Seenotrettung im Mittelmeer: Unsere Rettungsschiffe. Sie sind unsere Antwort auf die Tatenlosigkeit der EU: Unsere Schiffe bringen Menschlichkeit aufs Mittelmeer. Wir kommen flüchtenden Menschen in Seenot zur Hilfe, retten, versorgen – und geben Sicherheit, häufig das erste Mal seit langer Zeit auf einer gefährlichen Flucht.

Unsere aktuelles Rettungsschiff

Die Sea-Eye 5

Die SEA-EYE 5 ist ein schnelles und flexibel einsetzbares Rettungsschiff. Sie gehört zur 23,3-Meter-Klasse, einer Serie von sieben Seenotkreuzern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Als Rettungskreuzer konzipiert, ist sie für den Einsatz im Mittelmeer perfekt geeignet (Baujahr: 1990). Dank ihrer leistungsstarken Motoren und 17 Knoten Höchstgeschwindigkeit erreicht die SEA-EYE 5 schnell Boote, die in Seenot geraten sind. 

An Bord befindet sich auch eine Krankenstation, in der Patient*innen behandelt sowie Schwangere und dehydrierte Personen notversorgt werden können. Die Ausstattung und den Betrieb ermöglicht German Doctors e.V..

Unsere ehemaligen Rettungsschiffe

SEA-EYE

Von 2016-2018 im Einsatz
Mehr als 20 Einsätze
Seit 2019 in Hamburg als Dokumentationsschiff

ALAN KURDI

Von 2018-2021 im Einsatz
12 Einsätze
Heute für RESQ im Mittelmeer
Sea-Eye Dauerspende

Seefuchs

Von 2017-2018 im Einsatz
Erste Mission Mai 2017
2018 Entzug der niederländischen Flagge

SEA-EYE 4

Von 2020-2025 im Einsatz
20 Missionen
Seit 2025 bei Mediterranea Saving Humans
Sea-Eye Dauerspende

Mehr über die Schiffe

SEA-EYE

Einsatzzeitraum: 2016–2018

Die SEA-EYE war das erste Rettungsschiff von Sea-Eye e. V. — ein ehemaliger Fischkutter aus dem Jahr 1958. 2015 starben tausende Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer. Europa schaute zu. In Regensburg gründete sich daraufhin Sea-Eye mit einem klaren Ziel: Menschen in Seenot retten.

  • Umbau des Schiffs durch freiwillige Helfer*innen in Rostock
  • Erste Mission im Frühjahr 2016
  • In über 20 Missionen rettete die SEA-EYE mehr als 10.000 Menschen

Die SEA-EYE heute

2018 zog sich die EU vollständig aus der Seenotrettung zurück. Gleichzeitig wurden zivile Rettungsorganisationen zunehmend kriminalisiert. Der SEA-EYE wurde auf politischen Druck die niederländische Flagge entzogen.
Seit 2019 liegt die SEA-EYE in Hamburg und dient heute als Dokumentationsschiff und Mahnmal für Menschlichkeit und Zivilcourage.

SEEFUCHS

Einsatzzeitraum: 2017–2018

Mit der SEEFUCHS baute Sea-Eye e. V. seine Rettungseinsätze im Mittelmeer weiter aus. Das ehemalige Forschungsschiff (Baujahr 1959) war baugleich mit der ersten SEA-EYE und wurde 2017 zum Rettungsschiff umgebaut.

  • Erste Mission Mai 2017
  • Beteiligung an zahlreichen Rettungsmissionen
  • Dokumentation der Menschenrechtslage an Europas Außengrenzen

Ein Symbol ziviler Seenotrettung

Die feuerrote SEEFUCHS wurde schnell zu einem sichtbaren Symbol ziviler Seenotrettung. Doch auch dieses Schiff wurde Ziel politischer Angriffe auf humanitäre Hilfe: Im Sommer 2018 entzog die niederländische Regierung dem Schiff auf Druck des damaligen italienischen Innenministers Matteo Salvini die Flagge.
Ein weiterer Versuch, zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu behindern.

ALAN KURDI

Einsatzzeitraum: 2018–2021

Nach dem politischen Entzug der Flaggen unserer ersten Rettungsschiffe ging Sea-Eye e. V. Ende 2018 einen Schritt weiter: Das ehemalige Forschungsschiff PROFESSOR ALBRECHT PENCK wurde zum neuen Rettungsschiff — der ALAN KURDI. Benannt wurde das Schiff nach Alan Kurdi. Der Tod des dreijährigen Jungen wurde 2015 weltweit zum Symbol der tödlichen europäischen Abschottungspolitik.

  • Erstes Auslaufen: Dezember 2018
  • 12 Missionen
  • über 900 Menschen aus Seenot gerettet

Die ALAN KURDI heute

Doch die politische Blockade ziviler Seenotrettung verschärfte sich weiter. Wiederholte Festsetzungen der Schiffe in italienischen Häfen belasteten Sea-Eye finanziell massiv. 2021 musste die ALAN KURDI deshalb schweren Herzens verkauft werden. Heute fährt das Schiff unter dem Namen „RESQ PEOPLE“ weiter für die italienische Organisation RESQ.

SEA-EYE 4

Einsatzzeitraum: 2021–2025

Über vier Jahre lang war die „Red Lady“ für Menschen in Seenot im Einsatz. Für viele wurde sie zu mehr als einem Rettungsschiff:

  • ein sicherer Ort mitten auf dem Mittelmeer
  • ein Symbol der Solidarität
  • ein Zeichen gegen das Sterbenlassen an Europas Außengrenzen

Gemeinsam mit rund 250 Crewmitgliedern und vielen Unterstützer*innen an Land konnte die SEA-EYE 4 rund 3.700 Menschen auf ihrer Flucht begleiten und aus Seenot retten.

  • Erstes Auslaufen: 2021
  • 20 Missionen
  • über 3.700 Menschen aus Seenot gerettet

Die SEA-EYE 4 heute

2025 endete die Zeit der SEA-EYE 4 bei Sea-Eye. Nun wird das Schiff von unseren italienischen Partner*innen von Mediterranea Saving Humans weiterbetrieben.

Danke, Red Lady. Und danke an alle Menschen, die die unzähligen Rettungen möglich gemacht haben.

Die großen Momente eines großen Rettungsschiffes

Mehr über Sea-Eye

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wir retten menschenleben. 

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