Eine von 16 Geschichten aus dem neuen Bericht „Vier Jahre Seenotrettung“

Vier Jahre Seenotrettung: Die Nacht, in der aus unseren Gästen Hefler*innen wurden

Von Geretteten, die zu Helfer*innen wurden

Lebensgefahr auf der SEEFUCHS. Hoffnungslos überfüllt sucht das Schiff einen sicheren Hafen. Kein EU-Staat kommt seiner Verantwortung nach und hilft. Judith Barth schreibt, wie in dieser Lage Gäste zu Helfer*innen wurden.


Vier Jahre Seenotrettung

Reportagen über eine bewegte Zeit

Vier Jahre Seenotrettung

In spannenden Reportagen zeigen wir auf 80 Seiten vier Jahre Vereinsgeschichte. Unsere Crewmitglieder berichten von ihren Einsätzen auf See, über das Leid und den Tod, aber auch über die Hoffnung, der sie im Mittelmeer begegnet sind.

OCEAN VIKING, SEA-WATCH 3 und ALAN KURDI

Gemeinsames Statement von Sea-Eye, Sea-Watch und SOS MEDITERRANEE Deutschland

Die humanitäre Lage im zentralen Mittelmeer hat sich dramatisch zugespitzt: Obwohl in den letzten Wochen mehr Menschen versuchten, in seeuntauglichen Booten aus Libyen zu fliehen, sind inzwischen fast alle aktiven Seenotrettungsschiffe wegen angeblicher Sicherheitsmängel in Italien festgesetzt oder werden mit nicht erfüllbaren Auflagen am Einsatz gehindert. Somit ist derzeit kein ziviles Seenotrettungsschiff im Mittelmeer im Einsatz.

Vorgeschobene Mängel zur Verhinderung von Rettungen
Erneut werden zivile Seenotrettungsorganisationen mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert, um das Anlanden von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern. Zu solchen absurden Vorwürfen gehört zum Beispiel, dass eine Organisation die Umwelt fahrlässig verschmutzen würde, weil auf ihren Mülltonnen keine Mengenangaben stehen. Gleichzeitig wird mehreren Organisationen vorgeworfen, nach Rettungen mehr „Passagiere“ befördert zu haben, als in ihren Schiffspapieren angegeben ist. Unter den von den Behörden blockierten Schiffen sind auch die Schiffe der deutschen Nichtregierungsorganisationen (NGO) Sea-Eye und Sea-Watch, sowie der europäischen NGO SOS MEDITERRANEE. Die Organisationen fordern die sofortige Freilassung der festgesetzten und am Einsatz gehinderten zivilen Rettungsschiffe, damit diese schnellstmöglich wieder auslaufen können.

Humanitärer Skandal durch Versagen der EU
Alleine in den letzten acht Wochen haben die zivilen Aufklärungsflugzeuge von Sea-Watch im zentralen Mittelmeer über 2.100 Personen in Seenot dokumentiert. In vielen dieser Fälle wurden die Menschen durch die sogenannte libysche Küstenwache völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgebracht. Am 26. Juli wurden bei einer Schießerei drei Geflüchtete in Libyen getötet, die zuvor von der sogenannten Küstenwache dorthin zurückgebracht wurden. Die europäischen Rettungsleitstellen sind ihrer Verpflichtung, Seenotfälle zu koordinieren und den Überlebenden einen sicheren Hafen zuzuweisen, wiederholt nicht nachgekommen. Dabei haben europäische Behörden billigend in Kauf genommen, dass hunderte Menschen in den letzten Monaten im Mittelmeer ertrunken sind. Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen die Notwendigkeit ziviler Seenotrettungsschiffe vor Ort – ihre gezielten Blockierungen sorgen dafür, dass die Situation sich weiterhin zuspitzt.

„Während der letzten EU-Wahl haben die Spitzenkandidat*innnen Manfred Weber und Katharina Barley mit Pauken und Trompeten ein EU-Rettungsprogramm und eine solidarische Lösung für Flüchtende über das Mittelmeer gefordert. Über ein Jahr später hat die EU noch immer keine gemeinsame Antwort gefunden, während das unwürdige und tödliche Spiel mit Menschenleben weitergeht und zivile Seenotrettungsschiffe erneut an der Kette liegen“, sagt Julian Pahlke, Sprecher von Sea-Eye e. V.

Angesichts der aktuellen Lage rufen Sea-Eye, Sea-Watch und SOS MEDITERRANEE die europäischen Behörden dazu auf, die Schiffe sofort freizulassen, damit sie wieder in den Einsatz fahren können. In diesem Zusammenhang wird die deutsche Bundesregierung dazu aufgerufen, die Ratspräsidentschaft für die längst überfällige Einführung eines solidarischen europäischen Verteilmechanismus für Gerettete und einer europäisch koordinierten Seenotrettung zu nutzen. Die europäischen Behörden müssen jetzt Verantwortung übernehmen!

Eine von 16 Geschichten aus dem neuen Bericht „Vier Jahre Seenotrettung“

Vier Jahre Seenotrettung: Überlebenskampf auf dem Meer

Das Protokoll einer Rettung

Chris Orlamünder war als Kapitän der SEA-EYE auf der Mission 5/2017. Im Stakkato der Seefahrt beschreibt er dramatische Szenen und wird am Ende sehr persönlich.


Vier Jahre Seenotrettung

Reportagen über eine bewegte Zeit

Vier Jahre Seenotrettung

In spannenden Reportagen zeigen wir auf 80 Seiten vier Jahre Vereinsgeschichte. Unsere Crewmitglieder berichten von ihren Einsätzen auf See, über das Leid und den Tod, aber auch über die Hoffnung, der sie im Mittelmeer begegnet sind.

Eine von 16 Geschichten aus dem neuen Bericht „Vier Jahre Seenotrettung“

Vier Jahre Seenotrettung: Hand in Hand

Hand in Hand

Beeindruckendes wird geleistet, wenn alle zusammen helfen. Katastrophal, wenn die Kette der helfenden Hände versagt. Beides hat Petra Oeckler auf der Mission 3/2017 erlebt.


Vier Jahre Seenotrettung

Reportagen über eine bewegte Zeit

Vier Jahre Seenotrettung

In spannenden Reportagen zeigen wir auf 80 Seiten vier Jahre Vereinsgeschichte. Unsere Crewmitglieder berichten von ihren Einsätzen auf See, über das Leid und den Tod, aber auch über die Hoffnung, der sie im Mittelmeer begegnet sind.