In dieser Woche wurde die Entscheidung getroffen, die Partnerschaft zwischen Sea-Eye und MOAS zu beenden. Beide Organisationen bleiben der Rettung von Menschenleben auf See und ihrem humanitären Auftrag verbunden.

Obwohl die Partnerschaft nicht zu einem gemeinsamen Einsatz im Jahr 2021 führt, sind wir der Meinung, dass die strategische Planung und die bisherige prozessuale Zusammenarbeit für beide Parteien von Vorteil waren.

Die unterschiedlichen Herangehensweisen und Methoden, die in die Partnerschaft eingebracht wurden, haben auf beiden Seiten Möglichkeiten zum Lernen und Wachsen geschaffen.

Es wurde jedoch beschlossen, dass es für beide Seiten von Vorteil wäre, wenn beide Parteien zum jetzigen Zeitpunkt unabhängig voneinander operative Maßnahmen entwickeln würden.

Bei Such- und Rettungsmissionen geht es um die Zusammenarbeit aller Akteure zu Wasser, zu Lande und in der Luft, um möglichst viele Menschenleben zu retten, wenn es darauf ankommt. Wir hoffen, dass diese kurze, aber effektive Zusammenarbeit mit Sea-Eye zusätzliche Ratschläge und Fachwissen geliefert hat, damit sie bei ihrem bevorstehenden Einsatz im zentralen Mittelmeer möglichst viele Menschenleben retten können“, sagte Regina Catrambone, Direktorin von MOAS.

Es war eine sehr wichtige Erfahrung, mit dem Team von MOAS zusammenzuarbeiten, und wir danken ihnen für die Zusammenarbeit, von der unsere zukünftigen Rettungsmissionen profitieren werden. Auch unser Team hat von der Expertise von MOAS gelernt. Wir fühlen uns bestens vorbereitet, um unsere Rettungseinsätze mit der SEA-EYE 4 durchzuführen“, sagte Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V.

Das Schiff SEA-EYE 4 wird derzeit zum Rettungsschiff umgebaut und soll im Frühjahr in den ersten Einsatz starten.