Man muss sich klarmachen, dass wir im Schnitt mehr als ein Menschenleben pro Tag bewahrt haben. Ein Blick zurück.

Vier dieser Menschen möchten wir euch heute vorstellen und in Erinnerung rufen. Denn es geht nicht um Zahlen oder um Statistik, sondern um persönliche Einzelschicksale: um Lebenswege, Familie, Hoffnung, Angst und um Träume.

Geflüchteter

Alpha Jor floh aus Sierra Leone. Einsatzleiter Jan Ribbeck und seine Crew fanden den Jungen zusammen mit 16 weiteren Überlebenden orientierungslos auf dem Meer. Trotz grausamer Erfahrungen brachte er sein Lächeln und seinen Frohsinn mit aus einem überfüllten Holzboot auf die ALAN KURDI. Er musste fast ein Jahr auf Malta ausharren, bis ihn ein anderes EU-Mitgliedsland aufnahm. Seine Retter haben Kontakt zu ihm. Wir wissen, wie hart es für ihn war und dass er nun wieder optimistisch in die Zukunft sieht.

Geflüchteter in eine Decke gehüllt

Qeyz floh mit 16 aus Somalia. An einem Morgen im Juni entdeckte die FAZ-Journalistin Julia Anton mit einem Fernglas das blaue Schlauchboot, auf dem er sich mit weiteren 59 Geflüchteten befand. Julia Anton hatte die Morgenwache. Später sagte ein Geretteter zu ihr: “We would have died without it.“ Heute lebt Qeyz zusammen mit vier weiteren Überlebenden aus diesem Boot in Finnland.

Manuel wurde zusammen mit seiner Mutter und seinem Vater im April gerettet. Die nigerianische Familie lebte bereits seit einigen Jahren in Libyen. Der Vater reparierte Klimaanlagen, um die Familie zu ernähren, bis das Leben dort unerträglich wurde. “As a foreigner you have no rights and no protection in Libya. Your family can become victims of serious violence at any time.“ Die Familie ist nun in Sicherheit.

Evakuierung eines Babys durch die italienische Küstenwache

Fatima’s Leben hatte gerade erst vor acht Wochen begonnen, als Bordärztin Barbara H. das Kind im November direkt vom Rettungsboot durchnässt vom Meerwasser entgegennahm. Sie wachte die ganze Nacht über das dehydrierte und unterernährte Mädchen und übergab es am nächsten Morgen zusammen mit den Eltern an die italienische Küstenwache.

Diese Menschen leben, weil Sie uns unterstützen. Ohne Ihre Hilfe kann die ALAN KURDI nicht ablegen. Ohne Ihre Zuwendungen kann unser Schiff keine Crews in die libysche Rettungszone tragen, um dort Menschen wie Fatima, Manuel, Qeyz und Alpha Jor in den schwersten Stunden ihres Lebens beizustehen.

Wir bitten Sie heute, uns mit einer Schiffspatenschaft für die ALAN KURDI regelmäßig zu unterstützen. Den Betrag bestimmen Sie selbst. Durch Ihre regelmäßige Unterstützung machen Sie unsere Arbeit sicherer und planbarer.

Von Herzen Danke und ein frohes, gesundes, neues Jahr für Sie und Ihre Lieben!